Migrantinnentreff Gülistan
Markt 14
53111 Bonn
Tel: 0228-264197
Fax: 0228-2426868 info@migrantinnentreff-guelistan.de

Migrationsfachdienst / Integrationsagentur

Nach Verabschiedung des neuen Zuwanderungsgesetzes hat das Land Anfang 2005 die Förderung von Beratungen für Zuwanderer eingestellt. Seitdem existieren Sozialberatungsstellen für „Ausländer“ nicht mehr. Das Land förderte zunächst Migrationsfachdienste, deren Namen in 2007 in Integrationsagenturen umbenannt worden sind. Die inhaltlichen Rahmenbedingungen bzw. Aufgabenfelder werden als Eckpunkte vorgegeben. Diese sind seit 2007 wie folgt:

  1. Sozialraumorientierte Arbeit – systematische und bedarfsorientierte Arbeit im Lebensumfeld von MigrantInnen
  2. Interkulturelle Öffnung -  Förderung der Öffnungsprozesse unter Inanspruchnahme von Diensten und Einrichtungen der sozialen Infrastruktur
  3. Bürgerschaftliches Engagement von/für Menschen mit Zuwanderungsgeschichte

Die Zielgruppe der Integrationsagenturen sind MigrantInnen, die länger als drei Jahre in Deutschland leben. Wie in den vorgegebenen Eckpunkten zu erkennen ist, werden zwar Gruppenangebote und projektbezogene Aktivitäten gefördert, die klassische Einzelberatung wird jedoch nicht mehr durch das Land gefördert.

Der Arbeitsschwerpunkt unserer Integrationsagentur liegt zurzeit im Bereich Migration und
Gesundheit. Dabei verfolgen wir als übergeordnetes Ziel die interkulturelle Öffnung der Gesundheitsdienste. Unsere Integrationsagentur wirkt in Verbindung mit dem Gesundheitsprojekt bei der Organisation und Durchführung von Veranstaltungen zum Thema Gesundheit mit, um zur Verbesserung des Informationsstandes und Erweiterung der Gesundheits-Kompetenzen im Alltag beizutragen. Durch den guten Zugang zu der Zielgruppe bzw. der Besucherinnenstruktur des Migrantinnentreffs Gülistan werden die Aktivitäten der Integrationsagentur bedarfsorientiert im Lebensumfeld von Migrantinnen durchgeführt.
Im Aufgabenfeld Vorantreibung der interkulturellen Öffnung setzt sich die Integrationsagentur insbesondere für eine verstärkte Vernetzungsarbeit und für die Umsetzung von einzelnen Projektmaßnahmen im Gesundheitsbereich ein.